Savina Yannatou (
Savína Giannátou; * 16. März 1959 in Athen) ist eine griechische Sängerin.
Yannatou studierte Gesang am Nationalkonservatorium von Athen bei Gogo Georgilopoulou und an
Spyros Sakkas' Studio für Gesang, daneben auch Musiktheorie bei Alexandros Enian und Gitarre bei Gerasimos Eliaresis. Danach besuchte sie die Guildhall School of Music and Drama in London. Seit 1979 arbeitete sie professionell als Sängerin.
1980 erschien ihre erste CD
Edo Lilipouli mit Kinderliedern, 1985 folgte
Nanourismata mit Schlaf- und Wiegenliedern. Daneben trat sie in Werken moderner griechischer Komponisten wie der Oper
Erotokritos und Aretousa von
Nikos Mamangakis auf und machte sich einen Namen als Interpretin von Werken der Vorklassik. Seit 1983 arbeitete sie mit dem
Studio für Alte Musik, das Werke des Mittelalters, der Renaissance und des Barock auf historischen Instrumenten aufführt.
Mit der CD
Aniksi sti Saloniki (
Primavera en Salonico) nahm sie sich der Tradition der sephardischen Musik an, wie sie durch den Kantor David Saltiel erhalten wurde. Daraus entstand das Ensemble
Primavera in Saloniko mit
Kyriakos Gouventas, Yannis Alexandris,
Mihalis Siganidis, Harris Lambrakis und Kostas Theodorou unter Leitung von
Kostas Vomvolos, das sich der Musik der Mittelmeerraumes und des Mittleren Ostens widmet. 1998 erschien deren CD mit Liedern des Mittelmeeres.
Weiterhin ist Yannatou eine namhafte Interpretin der klassischen Weltmusik und legte mit dem Album
Rosa das Rosas (2000) eigene Kompositionen für elektronische Musik vor. Sie komponierte Musiken für das Theater, den Tanz und für Videowerke und hat mit Musikern wie Peter Kowald improvisiert. Im Filmprojekt
Der Raub der Sabinerinnen von Eve Sussman & The Rufus Corporation, das Anfang 2007 im
Hamburger Bahnhof - Museum für Gegenwart in Berlin gezeigt wurde, tritt sie als Sängerin auf.